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Lebenslauf


Basler Straße 115, Foto: Gems Geboren wurde ich in der Mitte der 60er Jahre in einem nie besungenen Dörfchen am Niederrhein, Abitur im Westerwald. Das Studium zum Dipl.-Ing. Maschinentechnik (DQR* 7) absolvierte ich an einer kleinen Uni in Siegen mit Minderwertigkeitskomplex - der äußerte sich u. a. in Durchfallquoten bis 88 %. Der hohe Anspruch zeigt Früchte: In der Wirtschaftswoche vom 24.02.2017 ist auf Seite 49 zu lesen, dass dort derjenige Mikrochip erfunden wurde, der heute die Virtual-Reality-Technolgie der nächsten Mobilgeneration "Tango" erst ermöglicht. Produziert wird bei Infineon.

In meine Siegener Zeit fällt auch der Anfang der Entwicklung individueller Lernstrategien, die unserem Prüfungs-Pauk-Team viel freie Zeit neben dem Studium verschafften. Siegen ist eine Stadt, die vom Rothaargebirge wie von einem Hufeisen umschlungen wird - was sich romantisch anhört, führt zu einem Niederschlagsverhalten, wie es sonst nur aus temperierten Regenwäldern bekannt ist. Dementsprechend fand ich die Gegend so angenehm, dass ich dort gleich noch meinen Rettungsdienst absolvierte. Na ja, Freundeskreis und Sportgruppe trugen ihres dazu bei.

Während meiner Zeit in Siegen wurde ich Mitglied im VDI und konnte mit der Arbeit "Photovoltaische und thermische solare Kühlung im Vergleich " zum Dr.-Ing. im Gebiet der Energietechnik promovieren (DQR* 8). Dabei entwickelte ich eine neue Technologie zur solaren Kühlung praxisnah im Maßstab einer Privatwohnung und stellte diese den vorhandenen thermischen Absorptionstechnologien praktisch und theoretisch erfolgreich gegenüber. Die Dissertation ist im VDI-Verlag als Buch erschienen und kann heute per Fernleihe bundesweit kostenfrei in Bibliotheken ausgeliehen werden. In dieser Zeit war ich Mitglied im Ausschuss zur Bewilligung von Projektfördergeldern in Jülich, was eine wichtige Erfolgsbasis für den Start meiner heutigen Tätigkeit der Beschaffung von F&E-Zuschüssen für KMU darstellte. Aufenthalte in Brasilien und den USA von je drei Monaten Dauer brachten Abwechslung und bereiteten die späteren Jobs als international tätiger Angestellter vor.

Dummerweise gehörte ich der einzigen Ingenieurgeneration an, die sich zwischen dem zweiten Weltkrieg und heute einem Überangebot technischer Fachkräfte auf dem Personalmarkt als Wettbewerber ausgesetzt sah. Daher sendete ich innerhalb von zwei Wochen 240 höchst unübliche Kurzbewerbungen per preiswertem Postbrief, was erstaunlicherweise schnell zu einer Einstellung führte. Für die beiden Technologieunternehmen SICK AG und KERN LIEBERS war ich zu den Themen Sensorik, industrielle Bildverarbeitung und Maschinenteile als Produktmanager und General Sales Manager weltweit unterwegs. Ich habe dabei in 4,5 Sprachen verhandelt, geschult und verkauft. Ein Jahrzehnt faszinierender interkultureller Erfahrungen, das ich gerade noch rechtzeitig beenden konnte: Bei Betrachtung von Kollegen mit ähnlicher Reisefrequenz, die den Job über Jahrzehnte machten, wurde mir klar, dass diese Tätigkeit keine gesunde Langfristperspektive darstellt.

Der Breisgau vom Motorsegler aus - Luftfahrzeugführer und Foto: Gems

Die Maxime "ein wirksamer Mensch hat Zeit" konnte ich nur in der Selbstständigkeit angemessen umsetzen. So begannen einige Jahre, in denen ich durch Ausprobieren meinen Zielen langsam näher kam. In dieser Zeit machte ich nebenbei die Prüfungen zum staatl. anerkannten geprüften Fremdsprachenkorrespondenten IHK für Französisch und Englisch (2-mal DQR* 4), begann Sportklettern, schrieb ein von Deutschlands größter Tanzschule empfohlenes Buch über Salsa als Tanz, erwarb Tauchscheine und eine Privatpilotenlizenz für Reisemotorsegler. Später sind acht amtliche Lizenzen für Motor- und Segelyachten dazugekommen. Durch die Anwendung meiner stetig perfektionierten Lernstrategien fällt mir der Erwerb von Neuem leicht und Prüfungen machen als Vorfreude bereits Spaß - Fähigkeiten des effizenten Lernens, die ich heute gerne weitervermittle.

Führungstraining als Incentive zur Abwechslung auf der Segelyacht mit Bernd als Skipper - auch das geht. Foto: Gems Der Durchbruch meiner Selbstständigkeit kam 2008 mit Einführung des Bundeszuschusses "Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand ZIM". Seit dieser Zeit entwickle ich F&E-Antragsideen und Anträge für technologieorientierte KMU. Auf reiner Erfolgsbasis. So, dass der KMU-Chef keine eigene Tipparbeit hat - mir reicht ein Interview am Telefon von typischerweise 1,5 h Dauer für die Aufnahme der technischen Inhalte. Danach erhält der Geschäftsführer den ca. 60-seitigen Antrag für bis zu 152.000 geschenkte € unterschriftsreif. Versuchen Sie's mal, zu verlieren haben Sie nichts. Es geht mit einem 15-min-Telefonat los, schreiben Sie mir einfach eine Mail.

In Ergänzung zu dieser Praxiserfahrung habe ich 2016 eine Ausbildung zum European Research and Innovation Funding Professional an der Steinbeis Hochschule Berlin SHB absolviert. Die Ausbildung umfasste Lehrinhalte dazu, wie Eu-Fördergeldanträge erfolgreich gestellt werden. Eine schriftliche Hausarbeit und mündliche Prüfung, beides natürlich in englischer Sprache, rundeten die Ausbildung ab. Bei der Erstellung von EU-Anträgen kommen mir meine Fähigkeiten als staatl. anerk. gepr. Fremdsprachenkorrespondent IHK Englisch naturgemäß zugute.

Ende 2014 begann ich das Hochschulstudium zum M.Sc. der Wirtschaftspsychologie, das ich im Jahr 2017 keine 63 Prüfungen später mit Masterabschluss (Sc., DQR* 7) erfolgreich abschloss. Meine Spezialisierungen sind Organisations-, Vertriebs- und Führungspsychologie sowie Personalanwerbung. Damit ergänze ich meineseit 2004 bestehende Selbstständigkeit wesentlich. In diesem Zusammenhang bietet die Kombination von eher privaten mit beruflichen Ausbildungen interessante Chancen: Mitglieder von Führungsteams wissen ein Führungstraining auf einer Segelyacht auf dem Bodensee erfahrungsgemäß sehr zu schätzen. Das ist eine Art, mit der gute Unternehmenslenker ihr Führungsteam nachhaltig begeistern.

Ihnen einen herzlichen Dank, dass Sie hier waren, Ihr

Bernd Gems

DQR: amtlicher Deutscher QualifikationsRahmen, www.dqr.de, Niveaus von 1 bis 8.