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LM ‑ Lernmanagement und E‑Learning 3.0

Hallo,
schön, dass Sie da sind!

Erst einmal zum Begriff "Management": darunter verstehen wir fachlich kompetentes, durchdachtes, reflektives Handeln in volatilen, unsicheren und mehrdeutigen komplexen Themenfeldern. Das menschliche Gehirn gilt als das komplexeste bislang im Universum gefundene Objekt. Im Gegensatz zu lediglich komplizierten Systemen, wie es eine Uhr ist, können komplexe Systeme nur noch mittels Wahrscheinlichkeitsangaben beschrieben werden. In diesem Umfeld bewegen wir uns beim Lernthema. Wer Schulkinder betreut, hat es irgendwie schon geahnt.

Wenn Lernen erfolgreicher als beim Wettbewerb stattfinden soll, sei es bei Kindern, für die Organisation oder einzelne Erwachsene, erkennen wir untaugliche Konzepte also schon anhand eines einfachen Kriteriums: sie sind zu simpel gestrickt. Wir betrachten auf dieser Seite drei Einflussfaktoren. Der Begriff "Faktor" macht dabei deutlich, dass Mängel bei einem einzelnen das Gesamtergebnis begrenzt. Die drei Faktoren als Überschriften und dazu der Hinweis auf die unten stehenden Fragestellungen:



Die Studienlage zur Gestaltung der drei Bestandteile und deren Zusammenwirken im Rahmen eines Lernmanagementsystems ist detailliert und umfänglich. Ich versuche auf dieser Seite eine Übersicht.

LM1 - Lernende:
Wie Lernen im Gehirn abläuft und wie, darauf aufbauend, personales Lernen effizient zu gestalten ist, dürfte zu den am besten untersuchten psychologischen und neurologischen Wissenschaftsfeldern überhaupt gehören. Natürlich mit einem Schwerpunkt auf Schule, aber in den letzten Jahrzehnten hat die Erwachsenenbildung aufgeholt. Inhalte zum Thema wie das Denkvermeidungsmotiv und seine Aktivierung durch Vokabelkarten habe ich auf der Seite "LPsych" zusammengestellt.

LM2 - Lehre:
Eine fachlich hochwertige Lehre wird um die Gehirne der Lernenden herum aufgebaut. Oft läuft es anders: als hochwertig gelten gut strukturierte, einfach zu verstehende Inhalte. Diese verdunsten allerdings auch maximal schnell. Ein anderes Beispiel sind natürlich die bekannten Power Points: Alle Inhalte stehen auf den Folien, der Vortragende spricht parallel zu den an der Wand auftauchenden Texten und Bildern. Da Gehirne sich momentan nur auf einen Inhalt konzentrieren können, kommt bei vielen Zuhörern nix oder wenig an. Dauerhaft bleibt noch weniger. Also ein vorzügliches Vorgehen, wenn man später nachweisen will, dass man "es doch gesagt hat" und verhindern möchte, dass das Unangenehme jemandem auffällt. Wenn man möchte, dass etwas hängenbleibt, erweist es sich als günstiger, Textinhalte nur mündlich vorzutragen und erst nach einem Abschnitt zusammenfassende Stichworte an die Wand zu werfen. Und natürlich ist die Überschrift "Verarbeitungstiefe erzeugen" eine der ganz großen, wenn es um gelingendes Lernmanagement geht. Wichtige Fragestellungen des Gelingens habe ich unten notiert.

Beginnen wir mit Lernmanagementsystemen LMS.

Direkt zum 3-min-Videobeispiel zu Lernmanagementsystemen LMS

LMS sind die zentrale Infrastruktur für Lehr- und Lernvorgänge in Unternehmen. 72,1 % der Unternehmen nutzen ein LMS /1/. Es gibt etwa 400 zur Auswahl, den Katalog der 24 Auswahlkriterien können Sie bei mir per E-Mail anfordern (er ist kostenlos).

Lebenslanges Lernen mit Digitalisierung zu verbinden und das für möglichst viele und auch kleinste Unternehmen erschwinglich zu machen, ist einer der Hintergründe für die Entwicklung des Lernmanagementsystems ILIAS mit staatlicher Finanzierung. Ein beständig weiterentwickeltes Mehrmillionenprojekt, das jeder(!) kostenfrei nutzen darf und in Minutenschnelle herunterladen kann. Ähnliches gilt auch für MOODLE. Grundgedanke ist es natürlich, Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen, denn die Lernkultur ist oft das Nadelöhr jeder Veränderung und Weiterentwicklung. In einer Zeit rasch veränderlicher Rahmenbedingungen wird professionell gestaltetes Lernen damit zu einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren.

  LMS Webinar Seminar
Zeit 1 0 0
Ort 1 1 0
F 100% 50% 0%
Freiheitsgrade F für Trainer und Lernende in [%]

Dabei ergänzen sich LMS, Webinar und Seminar in idealer Weise: Die Nutzung des LMS ist zeitlich und örtlich frei, echtes Learning on Demand: Jeder kann lernen, wann, wo, was und wieviel er oder sie möchte. So sparen Sie persönliche Zeit der Ausbilder. Was immer geht, sollte also per LMS vermittelt werden. Ist momentanes Feedback gefragt, kann ein Tutorenmodell und auch ein Webinar ergänzend sinnvoll sein. Um das "Wir-Gefühl" zu stärken und bei Notwendigkeit eines persönlichen Miteinanders kommt dann ein klassisches Seminar zur Anwendung. Erst die kluge Kombination aller drei Methoden ergibt ein optimal wirksames Lernsystem. So werden Sie etwa einen Seminarleiter grundsätzlich dazu auffordern, den Wissensteil vorab im LMS einzustellen und die wertvolle Seminarzeit für die Praxisübung einzusetzen.

Stellen Sie sich ein Lernmanagementsystem (LMS) bitte als online-Trainingscenter mit beliebig vielen, leeren Schulungsräumen und einer fertigen Verwaltungs- und Prüfungsstruktur vor. Nehmen wir an, Sie haben ein Produkt weiterentwickelt. Natürlich wollen Sie, dass Ihr verteilt stationierter Vertrieb diese Information verkaufswirksam einsetzt. Sie ergänzen also Ihren Produktlehrgang um die neue Verkaufskommunikation sowie die passenden online-Prüfungen und weisen Ihren Vertrieblern die Bearbeitung an. Sie wollen wissen, wer die Prüfungen erfolgreich absolviert? Kein Problem. Sie können ab jetzt sicher sein, dass die neuen Features den Weg zum Kunden in Ihrem Sinne finden. Die anderen 378 Einsatzmöglichkeiten für ein LMS fallen Ihnen vermutlich ein, nachdem Sie den Anfang im Rahmen eines ersten Themas geschafft haben ;-).

Wenn Sie die Möglichkeiten der Digitalisierung konsequent nutzen wollen, verbinden Sie Ihr LMS mit live-Kommunikationstools wie Zoom oder Webex und ermöglichen Interaktion durch Umfragetools wie mentimeter.

Wenn Sie Entscheider in einer Organisation sind, holen Sie sich von mir die Gast-Zugangsdaten für die accirrus-online-Akademie auf Basis des ILIAS-LMS. Sie erleben während weniger Minuten im Gästekurs, was geht. Das 90-Sekunden-Einführungsvideo können Sie sich auch direkt hier rechts ansehen.

Link zum Login der accirrus-akademie Ein LMS bietet zugleich viele Möglichkeiten, auf neue Gewohnheiten, Vorlieben und Einschränkungen einzugehen. Finden Sie sich damit ab: Die Fähigkeit der Menschen, sich Texte zu erschließen, nimmt ab. Die Aufmerksamkeitsdauer nimmt ab. Die Ansprüche an Spaß, Spannung und Interessantheitsgrad nehmen rasant zu. Influencer wie PewDiePie zeigen, wie es geht. Die gute Nachricht: die Kosten für scheinbar höchstwertige Videoproduktionen mit perfekter Ausleuchtung, aalglatten Texten und top-Sound sind gar nicht nötig. Für wirksame Erklär-Videos reicht ein Smartphone völlig aus und ist manchmal auch besser, weil authentischer. Kurze Videos können Sie zusammen mit Bildern, Tonspuren und Texten mit den im LMS integrierten Autorenwerkzeugen samt Lern-Quiz und Prüfungen zu starken Lernpfaden verbinden. Einmal erstellt, beliebig oft genutzt. Nie wieder zum x-ten Mal sich den Mund fusselig reden.

Empfehlenswert sind die beiden großen gratis-Systeme MOODLE und ILIAS: Sie laden die ca. 20.000 bis 30.000 Dateien mit insgesamt nur rund 200 MB einfach herunter und installieren Sie auf Ihrem LAMP-Webserver (Eine einzige Zeile Softwarecode kostet derzeit 10 $ - VDI-Nachrichten vom 25.10.2019. Sie bekommen Millionen geschenkt!). Oder Sie starten klein und gut betreut als Mandant bei mir.

LM3 - Organisation: Bisweilen lautet das Feedback von Weiterbildungsteilnehmern: "Das ist super, aber kann man bei uns nicht machen!" Ein solcher Satz kann aus der Unlust des Lerners erwachsen oder auch die Organisation in realer Weise beschreiben. Wenn das so ist, verhindert die Organisation die Umsetzung des Gelernten. Das kommt oft vor. An dieser Stelle verstehe ich Lernmanagement als Prozess. Wir wissen, dass vieles besser funktioniert, wenn es als Prozess betrieben wird. Auch klar ist, dass ein Prozess ohne Messtechnik keinen Sinn ergibt. Die Messtechnik für das Lernmanagement heißt DLOQ, ein psychometrisches Analyseverfahren: auf 7 Dimensionen (durchaus mathematisch zu verstehen) kann mit dem DLOQ die Qualität des Lernmanagements als Zahlenwert gemessen werden. Die Auswertung liefert zugleich auch die Eingriffsmöglichkeiten, um Lernen kontinuierlich zu verbessern. Zum DLOQ kann ich Ihnen ein Infoblatt zusenden. Insgesamt bietet die Organisation eine Fülle an Chancen, falls das Lernmanagement nicht so funktioniert, wie es sollte. Am besten fängt man natürlich unter Einbezug aller Erfahrungen an, derer man habhaft werden kann. Die Wirtschaftspsychologie liefert diese Erfahrungen strukturiert und überzufällig ausgewertet.

LM4 - zentrale Fragestellungen des Gelingens
Über den Erfolg Ihres Lernmanagements entscheidet die Qualität Ihrer Antworten u.a. auf folgende Fragen:

Grundsätzlich lautet das wichtigste Prinzip: Wissen wird online, Fertigkeiten werden in der Praxis und in Präsenzseminaren vermittelt. Wie das alles im Detail für Ihr Unternehmen aussehen kann, besprechen wir am besten einmal telefonisch. Gehen Sie dazu auf die Kontaktseite und schreiben Sie mir eine Nachricht, ich melde mich.

Ihnen einen herzlichen Dank, dass Sie hier waren, Ihr

Bernd Gems

DQR: amtlicher Deutscher QualifikationsRahmen, www.dqr.de, Niveaus von 1 bis 8.
/1/ Benchmark-Studie 2017, eLearning-Journal